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Dez 22

Wann Eisentabletten nötig sind

Damit die komplexen Vorgänge im menschlichen Körper reibungslos funktionieren, braucht es eine Vielzahl an Vitaminen und Mineralstoffen bzw. Spurenelementen. Eines der bekanntesten ist Eisen. Es wird für den Transport und die Speicherung von Sauerstoff benötigt. Leider ist der Eisenmangel aber auch die weltweit am weitesten verbreitete Mangelerkrankung.

Ausreichende Eisenzufuhr ist lebenswichtig

Der Eisenmangel ist gut erforscht und wird aufgrund seiner Verbreitung von Ärzten schnell in Betracht gezogen. Da Eisen zum Beispiel nötig ist, um Proteine aufzubauen und Muskeln wie auch rote Blutkörperchen zu regenerieren, zeigt sich ein Mangel bereits nach einigen Monaten. Im Gegensatz dazu dauert es bei manch anderen Mineralstoffen länger, bis sich eindeutige Symptome zeigen, dafür entstehen dort gegebenfalls unumkehrbare Schäden im Körper. Wenn notwendiges Eisen fehlt, ist dies also kein Grund zur Panik. Vielmehr gehört man nun zu den circa 8% aller Deutschen, die diese Diagnose haben und kann sich auf die Suche nach der Ursache begeben.

Akuter Eisenverlust und erhöhter Bedarf

Wer Blut in größerer Menge verliert, verliert auch Eisen. Typische Anlässe dazu sind

  • regelmäßige Blutspenden,
  • Operationen und blutende Entzündungen der Magen- oder Dünndarmschleimhaut und
  • zu starke Menstruationsblutungen (= Hypermenorrhoe).

Daneben sollten

  • Frauen mit Kinderwunsch sowie Schwangere und stillende Frauen,
  • Sportler und Senioren,
  • Kinder und Jugendliche, aber auch
  • Veganer und Vegetarier

generell auf ihre Eisenzufuhr achten. Empfohlen werden täglich 10 Milligramm für Männer und 15 Milligramm für Frauen. Bei unklarer Ursachenlage sollte eine erworbene, angeborene oder idiopathische (= scheinbar grundlose) Verwertungsstörung von Eisen in Betracht gezogen werden.

Wie äußert sich ein Eisenmangel?

Der Großteil des Eisens wird zur Bildung von Hämoglobin verwendet. Dieses Eiweiß befindet sich in den roten Blutkörperchen und ist der wichtigste Transporter für Sauerstoff in den Blutgefäßen. Deshalb führt ein Eisenmangel häufig zur sogenannten Blutarmut. Dabei erhalten die Körperzellen nicht mehr ausreichend Sauerstoff, wodurch es zu Funktionsstörungen kommt. Zunächst leidet die körperliche Leistungsfähigkeit, man ist schneller erschöpft und wird eventuell kurzatmig. Später zeigen sich oft eingerissene Mundwinkel, Haarausfall und blasse Haut. Besonders eindringliche Anzeichen für eine Eisenmangel-Anämie sind ständige Müdigkeit trotz ausreichenden Schlafs, häufige Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme.

Prävention und Aufhebung des Eisenmangels

Um das Fehlen von Eisen im Körper nachzuweisen, ist der Ferritin-Wert die wichtigste Messgröße. Im Rahmen eines Bluttests wird oftmals der Hämoglobinwert mitbestimmt. Sind die Werte zu niedrig, wird die Ärztin notwendiges Eisen, welches auch in Kapselform erhältlich ist (Tipp: vitaminexpress.org), in Form eines Nahrungsergänzungsmittels verordnen. Bei besonders schweren Fällen kann eine Infusion nötig werden. In den meisten Fällen genügt eine mehrmonatige Einnahme von Tabletten, Tropfen oder hochkonzentrierten Säften.

Ist der Eisenmangel nur geringfügig oder geht es um die Vorbeugung, reicht die bewusste Nahrungsmittelauswahl aus. Hilfreich ist auch, beim Kochen einen sogenannten Eisenfisch zu verwenden, der zweiwertiges, und damit gut verwertbares, Eisen in die Suppe oder Soße abgibt. Beachtenswert ist auch die Aroniabeere, die derzeit ein kleines Revival feiert. Ihr Saft ist nicht nur eisenreich, sondern enthält zudem noch hohe Mengen an Vitamin C, welches die Aufnahme des Eisens im Körper verbessert.

Ernährungsempfehlungen für Risikogruppen

Die höchste Eisendichte unter den hierzulande verfügbaren Lebensmitteln besitzen Leber und Eigelb. Wer dies nicht essen möchte, kann sich mit dem häufigen Verzehr von Hülsenfrüchten, Hafer und Hirse behelfen. Hier sollte unbedingt zeitnah Vitamin C aufgenommen, jedoch eine Pause von optimal zwei Stunden zu Kaffee und Schwarztee eingehalten werden. Die darin enthaltenen Säuren hemmen die Eisenverwertung ebenso wie Oxalsäure, die etwa in Spinat oder Rhabarber enthalten ist. Ebenso eisenhemmend wirken Magnesium und Calcium. Da die Auswahl der passenden Speisen und Getränke also etwas komplizierter ist, können hochdosierte Ergänzungsmittel in den entsprechenden Lebenssituationen der einfachere und effizientere Weg sein.

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