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Apr 15

Stolperfallen bei Laktoseintoleranz

Wer die Diagnose Laktoseintoleranz bekommt, hat meist einen langen Leidensweg und viele Arztbesuche hinter sich. Doch auch die Zeit, die vor den Betroffenen liegt, ist nicht einfacher, sondern von Unsicherheit und Zweifeln geprägt.

Fehlfunktion mit weitreichenden Folgen

Die häufig fälschlicherweise als Allergie bezeichnete Laktoseintoleranz betrifft dreiviertel der Weltbevölkerung, wobei es ein deutliches Nord-Süd-Gefälle gibt. Während fast alle Südamerikaner, Südafrikaner und Asiaten darunter leiden, sind es in der nördlichen Hemisphäre, also auch in Deutschland unter 20 Prozent. Bei den Erkrankten wird Laktase nicht oder nicht in ausreichender Menge produziert, sodass Milchzucker (Laktose) nicht aufgespalten werden kann. Dies führt zu heftigen Krämpfen und schlagartigen Durchfällen nach dem Verzehr milchzuckerhaltiger Nahrung.

Gewinnstreben als Motivator für irreführende Deklaration

Da die Zahl der Betroffenen stetig wächst, haben Firmen den Markt früh erkannt und spezielle laktosefreie Lebensmittel entwickelt. Dabei treibt der Handel wahren Unfug bei der Deklaration. Von laktosefreiem Gouda, Graupen und auch Butter ist die Rede.
Auch wenn Milchzucker in Lebensmitteln vorkommt, die nicht sofort einleuchten (Soßenbinder, Chips), sind derartige Beschriftungen doch mehr als irreführend. Sie bringen den Konsumenten dazu, die viel zu teureren Spezialprodukte zu kaufen, anstatt zur regulären Ware zu greifen. Graupen sind nun mal einfach immer laktosefrei. So gut wie jeder Hart- und Schnittkäse und sogar viele Weichkäsesorten enthalten aufgrund ihrer Reifung nur noch geringe Mengen Milchzucker. Butter, Mozzarella und auch Joghurt werden von den allermeisten Betroffenen sehr gut vertragen und müssen nicht speziell hergestellt werden.

Sinnvoll hingegen ist der Verzehr von Milch, Frischkäse oder Quark, in denen der Milchzucker bereits aufgespalten ist.

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