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Jan 27

Tabuthema brechen – Prominente und Inkontinenz

An Inkontinenz erkrankte Menschen ziehen sich nicht selten aus dem sozialen Leben zurück, statt offen über ihr Problem zu sprechen. Wer nicht in der Lage ist, seine Blase zu kontrollieren, ist oft beschämt. Viele Betroffene scheuen sogar den Gang zum Arzt, obwohl in vielen Fällen die Blase gestärkt und die Blasenschwäche verbessert oder sogar behoben werden kann. Prominente sprechen sich deshalb für die Aufhebung von Inkontinenz als Tabuthema aus. Einige Prominente sind sogar selbst inkontinent.

Fakten der WHO (Weltgesundheitsorganisation)

Die WHO veröffentlicht Statistiken zur Inkontinenz. Aus diesen geht hervor, dass ein großer Teil der Bevölkerung an einer Blasenschwäche leidet. Laut dem Selbsthilfeverband Inkontinenz e.V. sind über 50 – 200 Millionen Menschen weltweit inkontinent. In Deutschland sind etwa 5 – 8 Millionen Menschen davon betroffen. Einer Studie zufolge ist die demografische Verteilung von Inkontinenz wie folgt:

  • 11,8 % im Alter von 40-44 Jahren
  • 14,7 % im Alter von 45-49 Jahren
  • 18,8 % im Alter von 50-54 Jahren
  • 27,1 % im Alter von 55-59 Jahren
  • 27,6 % im Alter von 60-64 Jahren

Inkontinente Promis

Ende 2015 sorgte die glamouröse und erfolgreiche Schauspielerin Kate Winslet für Schlagzeilen mit ihrer offenen Beichte: „Ich kann kein Trampolin mehr springen, weil ich mich dann einnässe,“ Die Hollywoodschönheit bricht damit ein großes Tabuthema (mehr dazu hier). Wie viele Frauen zwischen 30 und 40 Jahren leidet sie an einer Blasenschwäche als Folge von Schwangerschaften. Bei Frauen, die eine oder mehrere Schwangerschaften hinter sich haben, tritt häufig eine Blasenschwäche auf. Ein Hustenanfall oder mehrmaliges Niesen reicht bereits aus, dass die Blase nicht mehr dicht hält. Dr. Conrad Murray war der behandelnde Arzt und Vertrauter von Popidol Michael Jackson und gab in einem Interview bekannt, dass der Sänger inkontinent war. Der „King of Pop“ trug einen Katheter, der ihm von seinem Arzt angelegt wurde. Der amerikanische Präsident Franklin D. Roosevelt zählt als bedeutendste Persönlichkeit, die an Inkontinenz erkrankte. Nach einer Kinderlähmung 1921 war er hüftabwärts gelähmt und saß im Rollstuhl. Dies hinderte die Wähler nicht daran, ihn 4 Mal in Folge zum Präsidenten der USA zu wählen. Er hat in seiner aktiven Zeit als Politiker nicht nur die Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika geprägt, sondern Weltgeschichte geschrieben.

Prominente fordern auf, Inkontinenz als Tabuthema zu brechen

Zahlreiche Prominente forderten dazu auf, dass die Blasenschwäche als Thema offen gehandhabt werden sollte und der Gang zum Arzt wichtig sei. Eine Initiative Deutscher Urologen wirbt mit der Kampagne „Urologen brechen Tabus- Ich helfe mit!“ für einen offenen Umgang der Betroffenen. Prominente wie Chistian Wulf, Hannelore Hoger, Nina Petri, Ursula von der Leyen, Gotthilf Fischer, Claudia Rieschel, Peggy Parnass, Bischöfin Maria Jepsen, Beate Abraham und Alexander Pusch wirken bei dieser Kampagne mit (Link). Das gemeinsame Ziel liegt darin, Inkontinenz als normale Krankheit anzusehen, die geheilt oder verbessert werden kann. Betroffene bekommen hilfreiche Produkte einfach per Bestellung und können ganz normal ihrem sozialen Leben nachgehen. Dabei ist die Auswahl an Inkontinenz Hilfsmitteln inzwischen mehr als zufriedenstellend. Manchmal helfen auch Physiotherapien oder kleinere Eingriffe, um dem Problem Herr zu werden. Ein Leben in voller Lebensqualität ist auch mit Blasenschwäche möglich, wenn Betroffene sich nicht schämen. Inkontinenz ist eine normale Erkrankung, die zwar unangenehm ist, aber mit Hilfsmitteln nicht im Alltag einschränkt. Dies zeigen Erfahrungsberichte von Betroffenen, die mit ihrer Blasenerkrankung offen umgehen.

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