«

»

Aug 03

Mittel gegen Blasenschwäche: Medikamente können helfen

Von Blasenschwäche sind in Deutschland rund 5 Millionen Männer und jede dritte Frau über 50 Jahre betroffen. Die Häufigkeit nimmt mit steigendem Lebensalter zu. Der Behandlung mit einem natürlichen Mittel kommt neben einer Behandlung der Blasenschwäche durch Medikamente, der Gymnastik des Beckenbodens oder einem operativen Eingriff eine immer größere Bedeutung zu. Viele Formen der Inkontinenz lassen sich mit einem pflanzlichen Mittel, bzw. durch Medikamente gut behandeln.

Pflanzliche Mittel bei Blasenschwäche

Kürbissamen (Cucurbita pepo) ist ein bekanntes Mittel gegen Blasenschwäche. Das Medikament zeigt vor allem bei einer beginnenden gutartigen Vergrößerung der Prostata Stufe 1 bis Stufe 2 guten Erfolg. Kürbissamen enthalten pflanzliche Steroide, Vitamin E, Selen und Öl. Vor allem die Phytosterole bremsen die Bildung von Dihydrotesteron, welches bei der Vergrößerung der Prostata eine große Rolle spielt. Kürbissamen wird gegen ständigen Harndrang eingesetzt. Medikamente mit dem Wirkstoff Kürbissamen sind Gran FINK Blase, Nomon mono Kaseln, Prostata Fink Forte und Prostamed Tab.

Goldrute und Brennnessel bei Inkontinenz

Pflanzliche Wirkstoffe zur Behandlung von Inkontinenz enthalten Extrakte der Goldrute. Goldrutenkraut eignet sich besonders bei Beschwerden durch eine Reizblase. Goldrute regt die Durchspülung der Harnwege an, hemmt Entzündungen und das Wachstum von Bakterien und hat eine krampflösende Wirkung. Brennnesseltee kann die Ausscheidung von Harn fördern. Die als Unkraut bekannte Pflanze enthält wie Kürbis Steroide. Deshalb kann Brennnesseltee auch zur Verlangsamung der Prostatavergrößerung eingesetzt werden.

Verschreibungspflichtige Medikamente bei Blasenschwäche

Die Ursachen einer Blasenschwäche sollten immer von einem Arzt abgeklärt werden, um eine bösartige Erkrankung von Blase und Prostata auszuschließen. Rezeptpflichtige Medikamente für Frauen enthalten Duloxetin. Der Wirkstoff wird vor allem bei Belastungsinkontinenz eingesetzt. Mögliche Nebenwirkungen sind Schwindel und Übelkeit. Anticholinergika helfen dagegen bei Dranginkontinenz. Sie beruhigen die Blasenmuskulatur. Nebenwirkungen können Mundtrockenheit, Sehstörungen, Verstopfung oder Herzrasen sein. Eine Inkontinenz durch Östrogenmangel wird bei Frauen durch östrogenhaltige Scheidenzäpfchen ausgeglichen. Für Männer steht der Wirkstoff Tamsulosin zur Verfügung. Er kommt bei einer gutartigen Vergrößerung der Prostata zum Einsatz. Tamsulosin verbessert den Abfluss des Urins und die Verengung der Harnröhre. Nebenwirkungen können eine Beeinträchtigung der Reaktionsfähigkeit, Blutdruckabfall oder Atemprobleme sein.

Fazit

Pflanzliche Mittel können bei Blasenschwäche der Stufe 1-2 helfen. Auch hier muss vorab ein Arzt die Ursachen der Inkontinenz abklären. Pflanzliche Medikamente sind frei von Nebenwirkungen. Das ist ein großer Vorteil im Vergleich zu einem chemischen Mittel.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://inkontinenzschutz-produkte-erwachsene.de/mittel-gegen-blasenschwaeche-medikamente-koennen-helfen/