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Mai 06

Die Ursachen einer Blasenschwäche

Mit steigendem Lebensalter steigt die Wahrscheinlichkeit für eine Blasenschwäche. Sie wird auch als Inkontinenz bezeichnet und äußert sich in unkontrolliertem Abgang von Urin. Je nach Urinmenge gibt es unterschiedliche Stufen der Intensität und darauf ausgerichtete Vorlagen, Windeln oder Windelhosen. Blasenschwäche kann verschiedene Ursachen haben.

Formen von Harninkontinenz

Eine Blasenschwäche wird in Belastungsinkontinenz, Dranginkontinenz und eine Mischform aus beiden Formen unterschieden. Die Therapie wird nach der Form der Blasenschwäche ausgerichtet.

Ursachen für Blasenschwäche bei Frauen

Bei Inkontinenz durch Belastung ist die Beckenbodenmuskulatur unzureichend gefestigt. Urinverlust entsteht durch das Heben von schweren Dingen, beim Treppen steigen oder beim Niesen. Das kann auch durch den erhöhten Druck auf die Blase während einer Schwangerschaft möglich sein. Ursachen für Dranginkontinenz bei Frauen können ein überempfindlicher oder hyperaktiver Blasenmuskel sein. Als Reflexinkontinenz werden die Störungen zentraler Nerven bezeichnet. Bei Überlaufinkontinenz tritt der Urinverlust erst bei einer prall gefüllten Blase auf. Blasenschwäche bei Frauen kann auch durch Fisteln entstehen. Ein Symptom dafür ist ein ununterbrochener Austritt von Urin.

Inkontinenz bei Männern

Männer können durch eine Operation an der Prostata inkontinent werden. Wie bei den Frauen tritt ein Urinverlust auch unter Belastung und bei einer Störung im zentralen Nervensystem auf. Weitere Ursachen bei einer Dranginkontinenz können die Möglichkeit einer Prostatavergrößerung oder einer Störung des Schließmuskels sein. Bei der Überlaufinkontinenz kann eine gutartige Vergrößerung der Prostata oder eine Störung des Blasenmuskels eine Ursache für die Blasenschwäche sein.

Behandlungsmöglichkeiten bei Frauen

Eine wichtige Rolle spielt das Training der Beckenbodenmuskeln. Es wird besonders erfolgreich bei der Stressinkontinenz eingesetzt. Ein Training der Scheidenmuskeln zeigt ebenfalls gute Erfolge. Da die Inkontinenz bei Frauen häufig mit einer Senkung der Organe des Unterleibes zusammenhängt, können die Ursachen mit Operationsmethoden zur Stützung der inneren Organe beseitigt werden. In schweren Fällen wird die Gebärmutter entfernt.

Behandlungsmöglichkeiten bei Männern

Entspannungstechniken und Beckenbodengymnastik werden mit Medikamenten und Elektrostimulationen ergänzt und können den Ursachen entgegenwirken. Als Operationsmethoden kommt das PRO-Act-System (einbringen von zwei Ballons rechts und links der Harnröhre) oder die Implantation eines künstlichen Schließmuskels in Betracht. Ist eine vergrößerte Prostata die Ursache für die Inkontinenz, dann wird diese medikamentös behandelt.

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